Matterhorn-App ist ein Erfolg

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Die Wintersaison in den Schweizer Feriendestinationen ist vorbei. «Persönlich.ch» zieht Bilanz und geht der Frage nach, ob der Tourismus von der Digitalisierungswelle profitieren konnte. Am Beispiel Zermatt.

In vielen Teilen der Gesellschaft stützte man sich während der Covid-19-Pandemie auf digitale Hilfsmittel, um bei Homeoffice-Pflicht und Reisebeschränkungen etwas Normalität aufrechtzuerhalten. Wie steht es im Tourismus? Die Branche hinkt im Direktvergleich deutlich hinterher: In Digitalisierungsrankings liegt sie auf den hintersten Plätzen. Digitale Instrumente sind vor allem als Unterstützung im Tourismus wichtig. Ein Beispiel hierzu aus Zermatt: Die Feriendestination lancierte im Dezember 2018 die «Matterhorn-App».

Besucherinnen und Besucher können in einer Smartphone-App die Pistenqualität abrufen, Veranstaltungen suchen oder gleich Unterkünfte buchen. Die Destination will, wo möglich, Datenflüsse selbst erfassen und steuern können, ohne Kompromisse bei der Datensicherheit und Wirtschaftlichkeit. Und die App ist ein Erfolg. Laut den Entwicklern wurde sie Stand Mitte Mai 2021 fast 180’000 Mal heruntergeladen. Im Durchschnitt verwendeten von letztem November bis April mehr als 1600 Menschen pro Tag die App aktiv, bei einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von fast dreieinhalb Minuten.

Nächstes Projekt: Digitaler Marktplatz 
Hinter dem Projekt steht die Agentur Bonfire. 2018 gegründet, gehört sie zu 50 Prozent den Zermatt Bergbahnen und zu 50 Prozent Zermatt Tourismus. 2019 gewann das Start-up den ersten Preis in der Kategorie «Innovation» des Milestone Awards. «Der Grund für dieses neue Gefäss war es, agil und disruptiv zu sein, um so schnelle Entscheidungen treffen zu können. Und neuen Bedürfnissen, die sich durch den Fortschritt der Digitalisierung ergeben, gerecht werden zu können», sagt Andreas Mazzone gegenüber «Persönlich.ch». Er ist seit 2019 Geschäftsführer von Bonfire.

Mittlerweile sind beim Start-up etwa 22 verschiedene Projekte im Einsatz, die auch alle miteinander verknüpft sind. Mazzone bezeichnet Bonfire als die Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich Digitalisierung für die Destination Zermatt Matterhorn. «Wir entwickeln Projekte anhand von den Bedürfnissen, die die Destination hat, und übergeben die Tools dann den Betrieben oder den Gästen», so Mazzone. Und er spricht schon über das nächste Projekt. Man will einen digitalen Marktplatz lancieren. Heisst: Alle Angebote in Zermatt sollen über eine Plattform gebucht werden können.

Quelle : persoenlich.ch

Bilder : Joao Branco on Unsplash

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