Künstliche Intelligenz verändert das Gastgewerbe

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In den letzten Jahren haben sich die Diskussionen um die digitale Transformation auf Sektoren wie Gesundheit, Einzelhandel, Finanzen, Medien und Unterhaltung konzentriert. An den Schweizer Digitaltagen 2020 richtete die Ecole des Roches (Crans-Montana) nun ein Augenmerk auf die Digitalisierung des Gastgewerbes, die für Tourismus und Hotellerie von Bedeutung ist. Die Digitalisierung mit Hilfe von Technologien wie Blockchain oder Künstlicher Intelligenz spielt dabei eine Rolle. Allerdings ist es auch wichtig, neue Methoden mit Kunden zu testen, bevor sie umgesetzt werden.

Das Gastgewerbe hat mit dem Aufkommen der digitalen Technologie bereits tiefgreifende Veränderungen erfahren. Es ist aber noch lange nicht vorbei, wie das virtuelle Treffen, das Anfang November von Les Roches Global Hospitality Education organisiert wurde, gezeigt hat. An dieser im Rahmen der Schweizer Digitaltage organisierten Veranstaltung nahmen rund 70 Personen teil.

Moderiert von Scott Dahl, Leiter des Masters in Hospitality Strategy and Digital Transformation bei Les Roches, wurde das Treffen von verschiedenen Experten begleitet, darunter Jiangtao Wen (Gründer von RayShaper), George Saad (Gründer von Spektrum), Gabriele Giancola (Gründer von Qiibee) sowie Pablo Garcia (Leiter des Innovationszentrums von Les Roches).

Blockchain und KI im Gastgewerbe

Es gibt viele Wege der Digitalisierung für die «Gastgewerbe-Industrie». Gabriele Giancola etwa sprach über das Potenzial von Blockchain. Diese Technologie könnte dank dezentralisierter Systeme mehr Flexibilität und Präzision in neue Empfangslösungen bringen. Seiner Meinung kann sie zu einer Erhöhung von Loyalität und Einkommen führen, das Engagement und die Kaufbereitschaft der Kunden hochhalten und ein Treue-Ökosystem im örtlichen Gastgewerbe schaffen. «Es gibt im Gastgewerbe einen echten Trend, Gäste für ihre Treue zu belohnen, nicht für die Häufigkeit ihrer Besuche.»

Jiangtao Wen, ein Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI), glaubt seinerseits an das Potenzial dieser Technologie. KI sei in allem präsent, was wir tun, kaufen oder forschen. Anhand konkreter Beispiele zeigte er auf, dass die KI eine Lösung für viele der heutigen Probleme sein kann, um damit bessere Produkte anbieten zu können. Dank Hyperpersonalisierung und Automatisierung von Aktivitäten werden touristische Dienstleistungen Kunden besser ansprechen können. «Maschinen und Algorithmen tun Dinge, die Menschen nicht so gut wie sie erledigen können», ist Wen überzeugt.

Experimentieren als Teil des Prozesses

Für George Saad, einem Experten auf dem Gebiet Web und E-Commerce, «geht es bei Innovation nicht nur um Technologie». Die Technologie könne zwar im Gastgewerbe angewandt werden, aber die Kunden (und der Sektor im Allgemeinen) müssen bereit sein, sich diese neuen Möglichkeiten zu eigen zu machen. Seiner Ansicht nach wird den Dienstleistungsanbietern erst durch das Experiment klar, was funktioniert. Dann ist es leicht, Angebote zu verbessern. Gabriele Giancola stimmt dem zu: «Haben Sie keine Angst, zu experimentieren, zu scheitern: Es geht nur ums Lernen.»

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